[…] translation involves complex negotiation between languages. […] the translator has to engage in both interpretation of the source and reformulation in another language. […] translation has been redefined in recent years as a form of rewriting, and the status of the translator, once dismissed as little more than a hack, has been revalued. (Susan Bassnett: „Translation“. 2013: 3)
Aus der Werkstatt geplaudert
Warum übersetzen? Worum geht es mir?
Beim literarischen Übersetzen geht es um mehr als eine reine Übertragung des „Sinns“, der „Aussage“ oder des Inhalts eines Textes. Wenn das so wäre, könnten ja literarische Werke auch von Google Translator übersetzt werden. Aber haben Sie schon mal versucht, einen Abschnitt Ihres fremdsprachigen Lieblingsromans dort einzugeben? Und was kam dabei heraus? Wahrscheinlich waren Sie enttäuscht vom Ergebnis.
Denn jeder (literarische) Text ist ein einzigartiges Gewebe (lateinisch „texere“ = „weben“, „flechten“) mit einer individuellen Tonalität, einem radikal subjektiven „Sound“. Diese Subjektivität gilt es zu erfassen und möglichst gut in die Zielsprache zu übertragen. Es geht also nicht nur um das Ausgesagte, sondern ebenso um die Form des Aussagens.
Als Übersetzerin baue ich Brücken für deutschsprachige Leserinnen und Leser, damit sie (literarische) Welten entdecken können, die ihnen aufgrund mangelnder Fremdsprachenkenntnisse verborgen geblieben wären. Die Rolle der Übersetzerin impliziert somit also auch eine Funktion der interkulturellen Vermittlung. Unzählige Werke der Weltliteratur verdanken ihre Verbreitung der Arbeit von Übersetzerinnen und Übersetzern.
Mich interessiert insbesondere die Frage nach der (Un-)Übersetzbarkeit von Lyrik.
Meine Leistungen
Ich übersetze literarische und andere Texte aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften, der Psychoanalyse sowie Filmdialogbücher.

Miriam Friedrichs, M.A. M.A.
Literaturübersetzerin, Sinologin, Soziologin